Doku-des-Alltags: Strecken und Bahnhöfe

 

Abschnitt Gustorf – Frimmersdorf – Bedburg – Elsdorf

1.) Ab Grevenbroich geht es eingleisig weiter nach Süden dem nächsten Halt entgegen. In Gustorf steht die Weiche auf Abzweig nach Gleis 1. Am nördlichen Bahnhofskopf das hübsche Fachwerkstellwerk Gn (mech E). An dieser Stelle zweigt auch das Verbindungsgleis zur Nord-Süd-Bahn des Tagebaureviers ab und zum Kraftwerk Frimmersdorf.

2. + 3.) Die Ausfahrsignale Richtung Grevenbroich (links). Das mit einer Gleissperre versehene Gleis rechts ist das erwähnte Verbindungsgleis. Das Bahnhofsgebäude von Gustorf liegt am km 31,2.

4.) Gleich darauf scheppert der Signalflügel von Gleis 2 nach oben und auch das BÜ-Überwachungssignal hat schon zu blinken begonnen. In Gustorf findet die einzige sonntägliche Zugkreuzung statt. 212 288 startete mit ihrem Wendezug um 9:01 in Düren und wird Neuss um 9:48 erreichen. Sieben Minuten bevor 212 232 Düren erreichen wird.

5.) Ausfahrt aus Gustorf. Direkt beim Einfahrtsignal befindet sich das Stellwerk Gf. Links neben dem Stellwerk das Verbindungsgleis zum Kraftwerk Frimmersdorf. Zu sehen ist auch der km 31,0. Ein Stück weiter findet ein Kilometersprung statt: von km 30,4 auf km 30,2. Die Fehllänge kam durch eine Trassenverlegung wegen des Tagebaus im Jahre 1976 zustande.

6. + 7.) Kraftwerk und Haltepunkt Frimmersdorf (km 28,6).

8.) Als es durch wiederaufgeforstetes Tagebaugebiet geht, taucht im Hintergrund schon der Turm der St.-Lambertus-Kirche in Bedburg auf. Auch das Wetter klart allmählich auf.

9.) Einfahrt in Bedburg, noch mit umfangreichen Gleisen, aber auch schon mit umfangreichen Grünbewuchs. Im milden Sonnenlicht sieht das ziemlich wildromantisch aus.

10. + 11.) Bahnhof Bedburg, Ausfahrt Richtung Grevenbroich mit dem Stellwerk Bn (mech Jü). Das Gleis hat ein verkürztes Stummelsignal zur Verbesserung der Sicht wegen der Bahnsteigüberdachung.

12.) Die gesamte Bahnsteigüberdachung von Gleis 1 und 2. Die Gleisnummerung war nicht der Reihe nach aufsteigend. Der westliche Bahnsteig muss demnach Gleis 3 und 4 gewesen sein. Wo das Empfangsgebäude steht oder stand, weiß ich nicht. Ein Bild davon habe ich auch noch nie gesehen. Heute hat Bedburg noch drei durchgehende Gleise mit zwei Außenbahnsteigen. Das Stw ist noch vorhanden, aber seit 2006 funktionslos.

13.) Abfahrt aus Bedburg um 9:38. Drüben ein Anschlussgleis, auf dem ein Staubkesselwagen steht. Das "Moiré-Ufo" im Bereich der drei Signale entstand leider dadurch, dass sich der Negativstreifen im Scanner nach oben wölbte. Wird bei Gelegenheit noch behoben.

14.) Vorbei am Stw Bsf geht es jetzt auf den heute nicht mehr existenten Streckenabschnitt Bedburg – Düren.

15.) Die Streckentrennung. Hier ist das Einfahrtsignal der Strecke von Horrem zu sehen.

16.) Nach 6 km wird der einzige Zwischenhalt erreicht, der Bahnhof Elsdorf (Rheinl). Für Güterzüge gab es lange Gleise, im Hintergrund erkennt man zwei weitere Signale. Der Ort Elsdorf liegt heute unmittelbar neben dem Tagebaugebiet Hambach. Irgendwo dort hinten, wo hier der Wald beginnt, geht es heute in die Tiefe des Tagebaus.

17.) Die Ausfahrt Richtung Bedburg. Stellwerk und Signale stammen aus den 1960er Jahren. Über den BÜ führt die Köln-Aachener Str.

18.) Zwar ist hier keine Kilometerangabe ersichtlich, aber hier ist das Einfahrvorsignal von Etzweiler zu sehen.

19.) Die Hauptstrecke Köln – Aachen wird erreicht und damit der Zielort Düren. Wo sich heute der S-Bahn-Hp Merzenich befindet, traf die Strecke aus Bedburg auf die Hauptstrecke Köln – Aachen, etwa dort, wo hier im Hintergrund die ozeanblau-beige 110 zu sehen ist. Anschließend ging es durch Düren Vorbahnhof, der hier zu sehen ist.